En Held 2010
kellertheater bremgarten

Arno Camenisch

Der letzte Schnee

Autorenlesung

Ein Winter in den Bündner Bergen. Was tun, wenn der grosse Schnee ausbleibt – und mit ihm die Gäste? Paul und Georg stehen wie jedes Jahr an ihrem alten Schlepplift. So schnell bringt den ordentlichen Georg nichts aus der Ruhe und den grossen Fabulierer Paul nichts zum Schweigen. Zu allem fällt ihm eine Geschichte ein, um das grosse Verschwinden aufzuhalten und die verkehrte Welt wieder ins Lot zu bringen. Er redet über die Kapriolen des Wetters und über das Glück des Lebens, er spricht über seine grosse Liebe Claire und über den Sohn, erzählt vom Leben in den Bergen, von Vorfahren und Vorbildern, von Sieg und Niederlage, Schule und Erziehung, und räsoniert über die zeitlosen Fragen nach Herkunft und Zukunft. Arno Camenisch beschreibt auf unverkennbare Art bildstark und präzise vom Ende und Verschwinden in einem Tal im Wandel der Zeit, während der Schlepplift im Hintergrund regelmässig rattert wie der Lauf der Welt.

 

Pressestimmen

«Arno Camenischs Roman erzählt vom Verschwinden, und er hat dafür auf seinen hundert Seiten feinste Bilder und Worte.» – NZZ

«Ein wunderbares Buch – wie mit kleinen Bildern eine Metapher gefunden wird für das Grosse, das ist einfach im wahrsten Sinne des Wortes grossartig.» – SWR2

«Die Sprache ist jenes süffige, rhythmisierte Gemisch aus Hochdeutsch, ein wenig Bündner Dialekt und einigen romanische Einsprengseln, das Camenisch berühmt gemacht hat. Und die naseweise Lakonie der Protagonisten ist wie immer so erfrischend überraschend.» – sda

«Der Bündner Schriftsteller Arno Camenisch trifft das aktuelle Lebensgefühl zwischen Komik und Tragik perfekt. Keiner trauert über den Lauf der Zeit so rhythmisch und beschwingt wie er.» – Tagesanzeiger

«Von Paul und Georg möchte man sich alles Mögliche erzählen lassen. Nicht nur kennen sie Geschichten, die einen als auf die Spitze getriebene Anekdoten der eigenen Dorfkindheit anmuten. Sondern sie geben diese auch noch in der schönsten Hochdeutsch-Bündnerdialekt-Rätoromanisch-Melange zum Besten. Grondius!» – Bund Kulturblog

 

Arno Camenisch, 1978 in Tavanasa im Kanton Graubünden geboren, schreibt auf Deutsch und Rätoromanisch. Er studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er auch lebt. 2009 erschien im Engeler-Verlag der Roman Sez Ner, 2010 Hinter dem Bahnhof, 2012 Ustrinkata, 2013 Fred und Franz, 2014 Nächster Halt Verlangen, 2015 Die Kur, 2016 Die Launen des Tages, 2018 Der letzte Schnee. Auf Romanisch erschien 2005 der Roman «ernesto ed autras manzegnas» (Ed. Romania) und 2013 «Las flurs dil di» (Engeler). Publikationen im «Harper’s Magazine» (New York) und in «Best European Fiction 2012» (USA). Seine Texte wurden in über 20 Sprachen übersetzt und seine Lesungen führten ihn quer durch die Welt, von Hongkong über Moskau und Buenos Aires bis nach New York. Im März 2015 strahlte das Schweizer Fernsehen und 3sat den Dokumentarfilm «Arno Camenisch – Schreiben auf der Kante» aus.