Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Gastspiel

Samstag, 24.01.2009, 20.15 Uhr

Die Aufführung findet im Restaurant JoJo der St. Josef-Stiftung statt

Vreni Achermann, Barbara Berger, Monika Usenbenz

Léonie oder wenn stumme Fische sprechen

Ein Theaterstück zum Thema Sprachlosigkeit

Drei Frauen, eine Sängerin, eine Tänzerin und eine Schauspielerin verkörpern Léonie.

Léonie ist der Bühnenname der Frau, die Aphasikerin wurde (d.h. sie hat die Sprache „verloren“) und nun mit viel Energie versucht, ins Leben und in die Sprache zurückzukehren. Mit Geduld erobert sie Fragmente ihrer Sprache zurück, sie kämpft, sie will trotz Handicap ihrer Tochter „Momo“ vorlesen.

Leonie

Die Schauspielerin Vreni Achermann hat Sandra Sasdi, die in Biel lebt und nach einem Hirnschlag die Sprache verloren hat, immer wieder besucht. Die junge, damals gerade schwangere Lehrerin hatte vor 12 Jahren einen Hirnschlag. Nach vielen Therapie-Stunden ist Sandra nun wieder in der Lage, teilzeitlich an ihrer früheren Schule zu unterrichten und sie hat sich einen Namen als Malerin geschaffen. Aus der Begegnung mit Sandra ist dieser Abend entstanden, in dem die Figur Léonie mit einer Schauspielerin, einer Tänzerin und einer Sängerin besetzt ist: Barbara Berger, die im Freiamt aufgewachsene Sängerin, die sich mit Naturjodel, Jazz und Neuer Musik beschäftigt; Monika Usenbenz, die Tänzerin, die viele eigene Tanzprojekte mit ihrer eigenwilligen Bewegungssprache geschaffen hat; Vreni Achermann, die nicht nur als Schauspielerin auftritt, sondern auch als Autorin und Regisseurin arbeitet. Sie haben sich mit diesem Projekt unter der Regie von Ueli Blum einem Thema angenommen, das wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt und alle treffen kann. Aphasie verschlechtert die Sprechfähigkeit, aber die Denkfähigkeit und die Gefühlswelt bleiben intakt.

Über Ueli Blums Inszenierungen, selbst von tragischen Stoffen, liegt immer auch eine berührende Heiterkeit. Léonie wird gleichzeitig durch die Schauspielerin Vreni Achermann, die Sängerin Barbara Berger und die Tänzerin Monika Usenbenz verkörpert. Als dreiköpfige Sphinx spiegeln sie sich gegenseitig, erinnern sich an ihr Unglück und die Rückeroberung der Identität. Wenn drei Künste miteinander kommunizieren, verleiht dies der Geschichte einen besonderen Reiz. Die Bühnenbildnerin Valérie Soland, eine Meisterin in der Kunst des Weglassens, vertraut auf die Spielfreudigkeit des Ensembles und die Imaginationsfähigkeit des Zuschauers.

Co-Produktion von visch&fogel theater unterwegs mit Kellertheater Bremgarten, Kellertheater Murten und Rathausbühne Willisau

Inszenierung: Ueli Blum

In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Bremgarten:

Werkeinführung: Hans Troxler, 19.00 Uhr, anschliessend Apéro. Anmeldung bis 14.01.2009: 056 633 41 55 oder vhs.bremgarten@freesurf.ch. Kursgebühr: Fr. 39.— (inkl. Einführung, Apéro und Vorstellung).

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