Kellertheater Bremgarten
Schellenhausplatz
5620 Bremgarten AG

Gastspiel

Samstag, 25.02.2012, 20.15 Uhr

Integral

Töfflibuebe

Gesangstheater a cappella

Irgendwann zwischen Ölkrise und Anti-AKW-Bewegung, irgendwo zwischen Trubschachen und Fislisbach, irgendwie zwischen Sekprüfung und Lehrabschluss: Sechs Töfflibuebe und ein Secondo machen das Beste daraus. Sie frisieren ihre Töfflis, sinnieren über Mädchen, ärgern den Dorfpolizisten, den Jugendseelsorger und natürlich die vereinigten Mütter, sie prahlen in der Badi von ihrer künftigen Karriere als Mechaniker, Fremdenlegionär und Füdliheftli-Verleger. Aber als sich die Viertelstarken von damals nach dreissig Jahren wieder sehen, ist es bei einigen doch recht anders herausgekommen, als sie es sich geträumt haben. Töfflibuebe stellt sich den grossen und den kleinen Fragen: Was ist aus den jugendlichen Träumen geworden? Wo stecken die Brüche in den Biographien? Was hat es mit der Kollekte zur Anti-Antibabypillen-Kampagne des Bischofs auf sich? Und warum zum Teufel hat Edi kleine Löcher im Auspuff?

Auch im vierten Programm Integrals werden um die zwanzig Lieder mittels Spielszenen zu einem „Theaterabend mit sehr viel Gesang“ verknüpft. Allerdings geht die Gruppe diesmal drei Schritte weiter: Wo bisher ein liebevoll vollgestopftes Bühnenbild herrschte, wird für einmal mit leerer Bühne (und Batik-T-Shirts) experimentiert. Wo bisher die „Einheit von Raum und Zeit“ eingehalten wurde, kommt es nun zu scharfen Wechseln zwischen Gegenwart und Töfflibuebenjugend. Und wo bisher die schiere musikalische Vielfalt tobte, bewegen sich die acht Sänger für einmal bewusst in einem enger gezogenen Rahmen: Es erklingen vorzugsweise knackige Rock- und Soulstücke aus den Siebzigerjahren – zumeist auf Schweizerdeutsch übersetzt, dem Stück angepasst und wie üblich in prächtigen Arrangements gesungen. Freuen Sie sich also mit den Töfflibuben an den üblichen Verdächtigen: Hiesiges (Rumpelstilz, Span, Krokus) wie Frömdländisches (Queen, Aerosmith, Jackson 5) kommt zum Zug. Aber keine Angst: Der Jugendseelsorger steht auf klebrigen Fernwehschlager, der Anführer der Clique hegt eine heimliche Liebe für Haydn, und die Weitgereisten bringen Schmuckstücke aus Afrika und der Karibik mit. Und so wird auch die musikalische Palette zum Schluss wieder überaus bunt.

Am 30. April 2011 musste vor ausverkauftem Saal auf ein “Ersatzständchen” zurück gegriffen werden, da einer der Akteure einen Ski-Unfall erlitt. Das stellvertretende Gratis-Konzert fand jedoch grossen Anklang. Zu gross, um es darauf zu belassen, weshalb es unbedingt in der neuen Theatersaison einen Platz finden musste. Hier sind sie also nochmals – hoffentlich dieses mal ohne Unfälle.

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Regie: Rafael Iten
Arrangements & Musikalische Leitung: Christov Rolla
Text & Ausstattung: Integral
Song-Übersetzungen: Christov Rolla, Rafael Iten

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